Warum ich für 2020 dankbar bin

Das Jahr hat uns alle ziemlich gefordert und ich fühle mit jedem von euch, die/der vielleicht einfach nur noch müde oder vielleicht auch schwer genervt ist. Und dennoch sehe ich rückblickend betrachtet 2020 als die größte Chance, die ich hatte, um über mich hinaus zu wachsen. Und ich bin dankbar für alles, was heuer passiert ist und nenne dir selbstverständlich auch die Gründe, warum.

Was mich mit Dankbarkeit erfüllt

Ich bin dankbar für 2020, denn es hat mir gezeigt, welche Ängste noch in mir geschlummert und welche limitierenden Glaubenssätze sich noch in mir verborgen hatten. Vor allem waren es bei mir Existenzängste.

Habe ich geweint? Ja, natürlich und wie! Schäme ich mich dafür? Nein, überhaupt nicht, denn sie sind ein Ventil, um die Emotionen in Bewegung zu setzen, freizulassen und mich dadurch selbst zu befreien. Denn mit deinen unterdrückten Emotionen hinderst du dich selbst daran, dein wahres Potential freizusetzen. Ich bin dankbar für jede Träne, die ich vergossen habe, denn sie haben haben mich heilen lassen. Und entgegen der allgemeinen Meinung, weinen sei nur was für Schwächlinge, weiß ich aus Erfahrung, dass nur die Starken den Mut haben, zu weinen.

Ich bin dankbar für jeden Menschen, der mich in diesem Jahr getriggert, egal wie stark, denn ein Trigger bleibt ein Trigger. Es war für mich jedes Mal eine neue Chance, nach innen zu schauen und zu erkennen, was selbst noch in mir ist, das eine offene Wunde hinterlassen hat, die mit der triggernden Person oder Situation selbst nichts zu tun habt, sondern die eigentliche Situation viel früher stattgefunden hat.

Ich bin dankbar für jede Person, die mich wütend gemacht hat, denn sie hat mir die Wut in mir gespiegelt, damit ich diese erkennen und loslassen durfte.

Ich danke jedem Menschen, der mich hilflos erscheinen ließ, denn so konnte ich erkennen, wo ich mich noch in der Opferhaltung befand.

Ich bin dankbar für jede Person, die meine Grenzen überschritten hat, denn das hat mir einerseits gezeigt, dass ich weder meine eigenen Grenzen noch die Grenzen anderer respektierte.

Ich danke jedem Menschen, der mich abschätzig behandelt hat, denn das hat mir vor Augen gehalten, dass ich mich selbst und auch andere noch nicht gänzlich wertschätzte und respektierte.

Ich danke jedem Menschen, der mich angegriffen hat, da es mir gezeigt hat, dass ich selber noch angegriffen habe.

Danke jedem Menschen, der vermeintliches Interesse an meiner Person gezeigt hat, denn das hat mir gezeigt, wo ich noch Interesse zeige, obwohl ich anders fühlte und somit vortäuschte.

Ich danke den Personen, die mich rassistisch angegriffen haben (zwar nicht in diesem Jahr, aber früher), denn sie hatten mir den Rassist in mir widergespiegelt.

Ich danke jedem Menschen, der mich manipuliert hat, um mir so vor Augen zu halten, dass ich auch manipuliere hatte, weil ich ein bestimmtes Verhalten oder Ergebnis wollte.

Ich danke jedem Menschen, der mich kleingemacht hat, sodass ich sehen konnte, dass ich andere und mich selbst kleinmachte.

Ich danke jedem Menschen, der mich enttäuscht hat, denn das hat mir meine eigene Täuschung gezeigt, da ich vorgab jemand zu sein, die ich nicht bin, um akzeptiert und anerkannt zu werden.

Ich danke jeder Person, die mir ihre Meinung aufoktroyiert hat, denn dass zeigte mir meine eigenen Aspekte der Zwangsbeglückerin.

Ich danke jedem vergangenen Mangel in meinem Leben, der mich darauf hingewiesen hatte, dass ich den Mangel in mir hatte.

Ich danke jeder unangenehmen Diskussion, denn sie hat mir vor Augen gehalten, wo ich noch im Unfrieden in mir war.

Die Menschen, Geschehnisse und die Welt sind stets ein Abbild deiner Innenwelt. Dem Ego gefällt natürlich diese Aussage nicht, denn es sieht nur Schwarz oder Weiß, Schuld oder Unschuld usw. Also denkt das Ego, wenn die anderen nicht schuld sind, bin ich es dann? Nein, es gibt keine Schuld. Wichtig ist, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Wenn wir bereit sind, hinzuschauen und die Schleier der Illusion zu erkennen, dann können wir wirklich wachsen. Sonst drehen wir uns immer im Kreis und ziehen immer wieder dasselbe an oder es wird sogar schlimmer, da sich die Emotionen im Körper immer mehr stauen. Und alles ist Energie laut Quantenphysik und jeweils in einer anderen Dichte.

Jede dieser Erfahrungen kann sehr schmerzhaft sein und im Nachhinein betrachtet sind sie ein wertvoller Schatz, um zu lernen und über sich selbst hinauszuwachsen.

Die Bereitschaft und Entscheidung zu lernen liegt immer bei uns selbst, denn jeder Mensch hat einen freien Willen und kann und muss für sich selbst entscheiden, ob er das will.

Es gab natürlich auch viele schöne Momente 🙂

Ich bin dankbar für jede Hilfe, die ich bekommen habe, denn das hat mir meine eigene Hilfsbereitschaft widergespiegelt.

Ich bin dankbar für jedes schöne Gespräch, dass ich mit meinen Mitmenschen führen durfte.

Ich bin dankbar für jede liebevolle Begegnung.

Ich bin dankbar für jeden Moment, bei dem ich aus vollem Herzen lachen konnte.

Ich bin dankbar für die liebevollen Menschen in meinem Leben.

Ich bin dankbar für jeden AHA-Moment in meinem Leben.

Ich bin dankbar für jede Ruhe in meinem Leben.

Ich bin dankbar für mein Dach über dem Kopf, für die Heizung und das warme, fließende Wasser.

Ich bin dankbar für meine Freiheit, selbst zu wählen, was ich im Leben will und was nicht.

Ich bin dankbar, zu wissen, dass ich meine eigenen Grenzen erkannt habe und weiß, wann ich nein sagen muss und es auch tue.

Ich bin dankbar für meine Intuition, die mich in meinem Leben führt und mir hilft Situationen und Ereignisse WAHR zu nehmen.

Ich bin dankbar für das gute und gesunde Essen.

Ich bin dankbar, dass ich jederzeit in die Natur gehen kann.

Ich bin dankbar, dass ich mich jederzeit zurückziehen kann, wenn mir danach ist.

Ich bin dankbar, dass ich gelernt habe, im Hier und Jetzt zu sein.

Ich bin dankbar für meinen ruhigen Geist,

Ich bin dankbar für jede Heilung in mir.

Ich bin dankbar für das Geld, dass stets zu mir fließt.

Ich bin dankbar für jede Möglichkeit, die sich mir im Leben bietet.

Ich bin dankbar, dass ich gelernt habe, die volle Verantwortung mich zu übernehmen, sei es emotional, finanziell oder gesundheitlich.

Ich bin dankbar für mein Leben.

Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar, denn dies alles hat mich gelehrt, mein Komfortzone zu verlassen, enorm zu wachsen, um mein WAHRES Potential freizusetzen.

Die Reise geht weiter

Ich bin gespannt, was 2021 alles so mit sich bringt und es wird natürlich auch interessante Momente geben, die wir beobachten dürfen, um zu lernen und zu wachsen. Ich sehe alles als Chance und die Veränderung beginnt stets in und mit uns.

Ich LIEBE diese Art der Selbstverantwortung, denn so bekomme ich die Macht über mein Leben wieder zurück.

Und das wünsche ich mir aus tiefstem Herzen auch für alle Menschen dieser Welt.

Ich werde weiterhin meinen Teil dazu beitragen bei mir selbst aufzuräumen und die schönen Momente im Leben zu genießen und wertzuschätzen.

Solange wir die Schuld bei anderen suchen, geben wir unsere Eigenverantwortung ab und das ist auch der Grund allen Übels und das betrifft ausnahmslos jeden Aspekt unseres Lebens. Schuld ist eine Illusion.

Die Frage ist, was erlaube ich und wo schaue ich weg.

Wer Klarheit im Inneren schafft, wird Klarheit im Außen erschaffen.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein wunderschönes Jahr 2021 mit vielen schönen und erhellenden Momenten. Siehe alles als Chance zu wachsen und frage dich stets, was dir die momentane Situationen zeigen will und du wirst du Antworten in deinem Inneren garantiert finden, wenn du bereit bist.


2 Antworten auf “Warum ich für 2020 dankbar bin”

  1. Es ist wirklich wichtig zu reflexieren, die positiv konnotierten und negativ konnotierten Sachen, die man erlebt hat, die andere einen spüren ließen oder immer noch lassen. Ich danke dir für die Inspiration, denn oft lasse ich mein Leben einfach laufen und denke nicht so ernsthaft und genau über meine Vergangenheit nach, wie du das tust.
    Viele Grüße Jona

    Gefällt 1 Person

    1. Sehr gerne und danke für dein Feedback. Selbstreflexion ist unerlässlich. Natürlich soll man sich auch nicht in den alten Themen suhlen, sonst kann man sie nicht loslassen. Vergebung ist auch hier der Schlüssel – sich selber und anderen.
      Es ist ein ganz normaler und wichtiger Lernprozess, denn so sind wir wirklich in der Lage zu wachsen und unser Leben zu meistern. Emotional Bypassing funktioniert nicht. Alte Themen wiederholen sich solange, in jeweils einer anderen Form, bis wir die Lektion verstanden haben.

      Alles Liebe
      Sheetal

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